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Katharina und Mirjam sind Freundinnen, beide 10 Jahre alt und besuchen die gleiche Klasse. Sie haben gemeinsam eine kleine Geschichte geschrieben, deren erster Teil hier zu lesen ist. Weitere Kapitel der Erzählung für Mädchen zwischen 8 und 12 Jahren werden sich in loser Folge anschließen.
Josie
Teil 1: Voll ins Fettnäpfchen
"Hi, ich bin Josie, bin 10 Jahre alt und hab `nen voll doofen Bruder". Er heißt Lester, ist 5 Jahre älter und lüüügt mich an! Und ich glaub`s ihm auch noch! Einmal hat Lester zu mir gesagt, ich heiße nicht Josephine Katharina, sondern Joseffa Katilda. "Ehrlich?", fragte ich und sah ihn prüfend an. "Klar", sagte Lester. "Aber sag Papa nichts von dem Geheimnis! Er darf nicht wissen, dass wir`s wissen." "Woher weißt du es?" "Äh, ich hab,äh ich weiß es eben."sagte Lester schnell. Er zwang sich zu einem Lächeln. Es sah ziemlich echt aus.
Am nächsten Morgen in der Schule konnte ich es kaum erwarten, meinen besten Freundinnen Sabrina und Sarah das coole Geheimnis zu erzählen. Sarah sagte :"Ach quatsch, Lester hat dich bestimmt wieder angelogen!" Und auch Sabrina meinte "Genau, er wollte dich nur wieder in seine bunte Fantasie einweihen !" "Sicher?" ich schaute sie an. "Ganz sicher". sagten beide im Chor.
Nach der Schule ging ich so schnell nach Hause,dass ich stolperte und stolperte.Als ich in der Wohnung war, schrie ich so laut ich konnte: "Leeesteeer!!!Du hast mich schon wieder angelogen!!!" "Kann sein", sagte er grinsend. "Wie kommt`s, dass du`s auf einmal merkst?" "Das geht dich den reinsten Dreck an!",schrie ich. Ich hätte platzen können vor Wut! "Warum machst du so was Lester?!" "Darum.", sagte er frech. "Du bist echt bescheuert!!!" ich knallte ihm eine ins Gesicht. Dann ging ich in mein Zimmer. Einen blöderen Bruder gibts´wirklich nicht ! Mir schoßen die Tränen in die Augen.Um mich zu beruhigen, boxte ich noch einige Male in mein Kissen und dann nahm ich Haferbrei in die Arme.
Haferbrei ist mein Kater. Er ist immer so weich und tröstend. Dann kam Papa nach Hause. Er rief: "Bin wieder da!" und ging in die Küche um Abendbrot zu machen. Lester verzog sich in den Keller. Das ist sein "Reich", sagt er immer. Am Abendbrottisch war absolute Stille."Was habt ihr denn?" fragte Papa. "Lester hat mich wieder angelogen!" "Und die kleine Mistgöre hat mich so doll gehauen, dass an der Stelle 100%ig die Haut abstirbt!" "Das ist bestimmt übertrieben. Lester, du weißt, du sollst nicht lügen, und Josie, du sollst nicht hauen." "Aber..." "Nein! Kein aber! Ihr seid alt genug, um das unter euch zu regeln!" Papa wird selten so laut. Ich sah Lester mit einem stechendem Blick an.
Ich aß schnell meine Spagetti auf und ging dann in mein Zimmer. Mein angefangenes Perlenarmband lag in der Ecke.Ich nahm es mir und machte es weiter. Es sollte das Weihnachtsgeschenk für meine Cousine werden. Es ist wirklich schwierig, da es sich immer verknotet und manchmal die Perlen verrutschen! Aber gegen die Wut für Lester war das die beste Beruhigung. Nach einer halben Stunde hatte ich das Band genau 5,5 cm weiter gemacht.Ich legte es wieder in die Ecke, wo ich es gefunden habe. Dann kam Haferbrei zu mir hoch auf mein Bett.Ich krauelte ihn hinter den Ohren. Das mag er immer. Plözlich stiegen Haferbrei`s Haare zu Berge. Oh,oh! Ich krabbelte schnell unter den Schreibtisch, denn ich wusste, was jetzt kommt. Haferbrei würgte einen fettes, ekliges Fellkneuel auf mein Bett aus. "Igitt! Haferbrei! Jetzt hast du meine Decke versaut!" Ich setzte ihn vom Bett runter."Papa, ich hab ein Problem!", rief ich aus der Tür. "Was denn für eins?" "Haferbrei". Papa seufzte und kam hoch. "Schau.", ich zeigte auf den großen Fleck. Ich schimpfte Haferbrei zwar ungern, aber in diesem Fall war das totalaffenmegaturbosuperduper- eklig!
Haferbrei verzog sich ins Wohnzimmer und ich ging ins Bad, putzte mir die Zähne und sang dabei aus Langeweile "Auf der Mauer auf der Lauer sitzt 'ne kleine Wanze..." Als ich Luft holen wollte, verschluckte ich mich und hustete den Spiegel voll. Ich machte es schnell wieder weg. Da nichts anderes da war, nahm ich einfach schnell Klopapier und fertig. Ich ging dann ins Bett und las noch ein wenig in "Das Buch für ENTDECKER: Die coolsten Experimente für zu Hause!" Meistens probierte ich die Experimente an Haferbrei aus, aber jetzt war ich zu müde um irgendein Experiment auszuprobieren. Ich legte das Buch weg und machte die Augen zu. Haferbrei schlief neben der Kommode wo mein unaufgeräumter Bücherstapel lag. Die Waschmaschine schleuderte aber gerade, und deswegen vibrierte das ganze Haus. So fiel wie immer das oberste Buch auf Haferbreis Schwanz! Er schreckte kurz auf, und ließ dann einen Furz. Na dann, gute Nacht!!!
(Hoffentlich träume ich nicht von furzenden Katzen, die die Welt erobern!)
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